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Seenadeln / Seepferdchen

 
Seenadeln / Seepferdchen
Pipefishes / Seahorses
Familie: Syngnathidae

Seenadeln und Seepferdchen bilden eine gemeinsame Familie innerhalb der Ordnung der Seenadelartigen (Syngnathiformes) und gehören damit zu den Knochenfischen. Aufgrund ihrer Formen sehen sie aber eher 'fischuntypisch' aus, weisen aber alle Merkmale wie Kiemen und das Seitenlinienorgan auf, die meisten Arten haben eine Schwimmblase.

Eine äußere Panzerung (vollständig oder teilweise) durch Knochenplatten verleiht diesen filigranen Tieren eine gute Stabilität und Widerstandsfähigkeit. Sehr markant ist ein röhrenförmiges, stets zahnloses Maul, das weit vorgestreckt werden kann. Einer Pipette gleich saugen sie damit die planktonische Nahrung auf, die je nach Art aus Zooplankton und kleinen bodenlebenden Wirbellosen und auch kleinen Fischchen und Krebsen bestehen kann. Seepferdchen gehen nicht aktiv auf Jagd und sind im Freiwasser wenig beweglich und unbeholfen, sie heften sich mit ihrem Ringelschwanz an passender Stelle fest und lassen sich die Nahrung durch die Strömung zufächern. Seenadeln sind weniger passiv, bewegen sich aber auch nur langsam und wellenförmig. Beide besitzen sowohl Brustflossen und eine Rückenflosse, während die Bauchflossen stets fehlen. Während der Körperbau der Seepferdchen aufrecht ist mit weit zur Brust gebeugtem Kopf (was ihnen das Aussehen des namensgebenden Pferdekopfes verleiht) und zum Greiforgan umgewandelter Schwanzflosse, sind die Seenadeln schlank und sehr langgestreckt, sie besitzen meist eine runde Schwanzflosse, die ihnen dann als Hauptantrieb dient.

Wohl einzigartig im Tierreich ist die Tatsache, dass bei den überwiegend monogam lebenden Tieren die Männchen "schwanger" werden. Nach einem unterschiedlich langen Paarungsritual legen die Weibchen die Eier in einer speziellen Bruttasche der Männchen ab, die dort dann von diesem befruchtet werden und dort bis zur Geburt verbleiben. In dieser Bruttasche werden die Eier durch eine spezielle, vom Männchen produzierte Gewebeflüssigkeit mit Nahrung und Sauerstoff versorgt. Diese Flüssigkeit verändert sich im Laufe der Zeit und gleicht in ihrer Zusammensetzung immer mehr dem Meerwasser, so dass die Kleinen zum Zeitpunkt der Geburt, wenn sie die schützenden Bruttasche verlassen, als eigenständige Tiere unabhängig leben können. Bei den Seepferdchen beträgt die Tragzeit zwischen 2 bis 4 Wochen, je nach Art werden zwischen 100 bis 200 Jungtiere geboren, die Anzahl variiert aber stark nach unten und oben. Bei den Doryrhamphus-Arten der Seenadeln (siehe Foto rechts Gelbband-Seenadel) heften die Männchen die Eier zunächst an die Bauchunterseite, die dort schwammartig verändert ist und wo die Eier dann becherförmig von Gewebe umwachsen werden.

(c) Alle hier eingestellten Fotos unterliegen dem Copyright der jeweiligen Fotografen.





Ein dickes DANKESCHÖN

an alle Unterwasser-Fotografen,

die ihre Fotos für das 'Aqua-Lexikon' zur Verfügung stellen und damit zum Aufbau und zur ständigen Erweiterung beitragen.
Wie schon eingangs gesagt, soll es einfach Freude machen, sich durch die Seiten zu klicken und auf Entdeckungsreise zu gehen. Daher möchte ich auch ganz besonderen Wert auf eine hohe Qualität der Fotos und der Darstellung legen, auch wenn dadurch das Archiv mit Sicherheit langsamer wächst und bestimmt noch lange Zeit sehr unvollständig sein wird.

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