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Seesterne

 
Seesterne
Sea stars
Klasse: Asteroidea

Seesterne gehören zum Stamm der Stachelhäuter (Echinodermata) und bilden als Asteroidea eine eigene Klasse. Ihr Name leitet sich von ihrem symmetrisch-sternförmigen Aussehen ab (griechisch astron - Stern). Zu finden sind die Seesternen in allen Meeren und sie bewohnen sowohl küstennahe als auch –ferne Regionen, Ästuare, Seegraswiesen und Mangroven und einige Arten bevölkern sogar die Tiefsee und das Eismeer. Die Oberseite ist oft dornig/stachelig (daher Stachelhäuter) und in tropischen Regionen sehr bunt, die Unterseite ist stets hell oder weiß. Sie haben in der Regel fünf, mehr oder wenig lang ausgeprägte Arme – aber auch bei den kompakten Arten ist der fünffach-symmetrische Aufbau oftmals noch deutlich zu sehen – und auch hier zeigt sich eine enorme Vielfalt (siehe rechts).

Die meisten Seesterne sind Allesfresser – nur wenige sind Nahrungs-spezialisten – sie ernähren sich überwiegend von Wirbellosen, aber sie sind auch Fisch- und Aasfresser und verschmähen selbst pflanzliche Nahrung oder Detritus nicht. Durch die Mundöffnung auf der Unterseite können sie ihren Magen ausstülpen und damit die Nahrung aufnehmen. Zur Fortbewegung nutzen sie die typischen Füßchen, die in Reihen oder Rinnen (Ambulakralrinnen) angeordnet sind, dabei wird ein Arm vorgestreckt, der dann die restlichen bzw. den Körper nachzieht. Sie sind sowohl tag- als auch nachtaktiv.

Die meisten Seesterne vermehren sich getrenntgeschlechtlich – Eier und Spermien werden direkt ins Freiwasser abgegeben, aber es gibt wohl auch lebendgebärende Arten. Auch die ungeschlechtliche Vermehrung ist zu beobachten, so kann sich aus abgetrennten Armen ein neuer Seestern entwickeln, indem die fehlenden Arme, wenn auch in unterschiedlicher Länge nachwachsen (siehe rechts).

Ein äußerst räuberischer Vertreter ist die Dornenkrone (Acanthaster planci), dieser Seestern wird bis zu 35 cm im Durchmesser groß. Die Anzahl der Arme variiert stark (bis zu 20), sie sind mit Stacheln besetzt, die einen giftigen Schleim absondern – die Berührung kann äußerst schmerzhaft sein, Stiche führen zu extrem schlecht heilenden Wunden und lang anhaltenden Beschwerden. Und sie sind eine große Gefahr für das Korallenriff – abgeweidete Korallen sterben ab und zurück bleiben öde Flächen, insbesondere wenn Dornenkronen in Massen auftreten. Ihre wenigen natürlichen Feine sind die Tritonshörner (Charonia tritonis), deren Vorkommen sich durch Umwelteinflüsse, Sammelleidenschaft und Raubbau immer mehr reduziert.

Die Systematik der Seesterne erscheint mir sehr uneinheitlich, diese Klasse wird je nach Autor auf unterschiedliche Ordnungen und Unterordnungen verteilt. Neben den Seesternen der Tiefsee und der Eismeere verteilen sich die Familien und Gattungen auf 4 Ordnungen, innerhalb dieser habe ich nach Familien sortiert, ohne die (für mich) nicht immer eindeutigen Unterordnungen zu berücksichtigen:

Ordnung Forcipulatida: Zangensterne   ---  Ordnung Paxillosida: Paxillensterne

Ordnung Spinulosida:   Stachelsterne    ---  Ordnung Valvatida:   Klappensterne

(c) Alle hier eingestellten Fotos unterliegen dem Copyright der jeweiligen Fotografen.





Ein dickes DANKESCHÖN

an alle Unterwasser-Fotografen,

die ihre Fotos für das 'Aqua-Lexikon' zur Verfügung stellen und damit zum Aufbau und zur ständigen Erweiterung beitragen.
Wie schon eingangs gesagt, soll es einfach Freude machen, sich durch die Seiten zu klicken und auf Entdeckungsreise zu gehen. Daher möchte ich auch ganz besonderen Wert auf eine hohe Qualität der Fotos und der Darstellung legen, auch wenn dadurch das Archiv mit Sicherheit langsamer wächst und bestimmt noch lange Zeit sehr unvollständig sein wird.

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