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Nacktschnecken

Nacktschnecken imponieren mit wunderschönen Farben und Formen und ihre Entdeckung im Korallenriff lässt das Herz wohl fast jeden Tauchers höher schlagen. Daher möchte ich ihnen hier ein eigenes Kapitel widmen (und ein wenig die Systematik verlassen), denn auch mich haben sie in ihren Bann gezogen - und nicht zu Unrecht werden sie von einigen Autoren als ‚Schmetterlinge der Meere’ bezeichnet.

Hier die Systematik der Nacktschnecken innerhalb der Mollusken(1):

Debelius Systematik Nacktschnecken

Mehr als 2000 Arten sind bekannt, die meisten aufgrund ihrer äußeren Form und Farben bestimmbar. Ihre Anpassung an die verschiedenen Lebensräume ist enorm und auch ihre Strategien im Überlebenskampf und zur Abwehr von Fressfeinden sind extrem vielseitig.

Auch der Körper der Nacktschnecken besteht aus dem fleischigen Fuß, mit Hilfe dessen sie sich überwiegend fortbewegen, obwohl viele schwimmfähig sind, der Radula oder Raspelzunge, mit der sie die überwiegend tierische, auf jede Art spezialisierte Nahrung aufnehmen und dem Eingeweidesack, der bei ihnen eben nicht durch ein Gehäuse geschützt wird. Trotzdem sind Nacktschnecken nicht schutzlos ihren Feinden ausgeliefert – einige haben die perfekte Tarnung durch farbliche Anpassung an ihre Umgebung bzw. ihre Lieblingsspeise, die meisten von ihnen sind giftig und signalisieren dies ihren Feinden durch kräftige Farben, andere produzieren einen für ihre Gegner äußerst unschmackhaften Schleim und nicht zuletzt die Fadenschnecken lagern die unversehrten Nesselkapseln ihrer bevorzugten Nahrung in Verdauungsdrüsen in den Spitzen ihrer Anhänge (Cerata mit Cnidiensäckchen – s. Foto Flabellina exoptata) ab. Charakteristische Merkmale sind Rhinophoren (Riechorgane) und Kiemenbüschel (Foto oben: Nembrotha christata auf dem Weg zu ihrer Lieblingsspeise Seescheiden/Ascidien) in unterschiedlicher Ausprägung, die von den Prachtsternschnecken im Gegensatz zu den Neonsternschnecken in eine Tasche an der Körperoberseite eingezogen werden können.

Nacktschnecken sind getrenntgeschlechtlich, auch zwittrig genannt. Ihre Gelege oder Laichbänder sind meist farbenfroh und unterschiedlich geformt, können die Farbe der jeweiligen Lieblingsspeise annehmen, an die sie oft ‚geheftet’ werden und sind für jede Art bezeichnend. Oben das Laichband der Spanischen Tänzerin (Hexabranchus sanguineus) – eine der größten Nacktschnecken und es ist faszinierend, sie frei schwimmend zu entdecken.

Eine besondere Form der Tarnung/Anpassung (Mimikry) hat Phyllodesmium rudmani entwickelt – ihre Anhänge gleichen exakt den Polypen der Xenia sp. – sie lebt auf und ernährt sich von dieser Weichkoralle. Und nicht minder erstaunlich ist die Tatsache, dass Plattwürmer (Platyhelminthes) mit ihren kräftigen Farben perfekte Nachahmer einiger Nacktschnecken sind und damit ihren Fressfeinden Giftigkeit signalisieren.

(c) Alle hier eingestellten Fotos unterliegen dem Copyright der jeweiligen Fotografen.





Ein dickes DANKESCHÖN

an alle Unterwasser-Fotografen,

die ihre Fotos für das 'Aqua-Lexikon' zur Verfügung stellen und damit zum Aufbau und zur ständigen Erweiterung beitragen.
Wie schon eingangs gesagt, soll es einfach Freude machen, sich durch die Seiten zu klicken und auf Entdeckungsreise zu gehen. Daher möchte ich auch ganz besonderen Wert auf eine hohe Qualität der Fotos und der Darstellung legen, auch wenn dadurch das Archiv mit Sicherheit langsamer wächst und bestimmt noch lange Zeit sehr unvollständig sein wird.

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