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Umwelt: Mangroven

Der natürliche Küsten- und Gewässerschutz ist bedroht!

Mangrovenwälder auf der Insel Yap | Mikronesien - ©Ute Niemann

Die Mangrovenwälder sind ein einzigartiges Ökosystem und in vielen Gegenden der Erde durch Abholzung und Urbanisierung gefährdet.
Man findet sie nur in warmen Regionen, wo sie die Küsten und Mündungsgebiete (Ästuare) der Flüsse besiedeln. Sie haben sich den extremen Bedingungen hier angepasst, denn nur wenige Bäume und Sträucher können im Gezeitenbereich mit unterschiedlichen Wasserständen und damit auch im Salzwasser und Brackwasser überleben.
Die hohen Stelz- und auch Brettwurzeln sind ein typisches Merkmal eines Mangrovenwaldes. Diese nehmen den Sauerstoff auf und transportieren ihn in die tief im Bodensediment und Schlick verwurzelten Anteile, die sich ständig unter der Wasseroberfläche befinden. Ein zu hoher Salzgehalt des Wassers, den selbst der adaptierte Organismus nicht mehr tolerieren kann, führt zur Ausschwitzung über sog. Salzdrüsen. Die Vermehrung ist bei den verschiedenen Pflanzenfamilien sehr unterschiedlich, über schwimmfähige Keimlinge oder Früchte oder teilweise auch durch gekeimte Samen an der Mutterpflanze.

Natürlicher Küstenschutz auf Pulau Pef | Raja Ampat / Indonesien - ©Ute NiemannNatürlicher Küstenschutz auf Pulau Pef | Raja Ampat / Indonesien - ©Ute NiemannNatürlicher Küstenschutz auf Pulau Pef | Raja Ampat / Indonesien - ©Ute NiemannNatürlicher Küstenschutz auf Pulau Pef | Raja Ampat / Indonesien - ©Ute Niemann

Das Dickicht der Mangrovenwurzeln ist ein ideales Rückzugsgebiet, in dem sich die Meeresbewohner vor Fressfeinden verstecken können. Und es ist die Kinderstube vieler Fische und anderer Meerestiere, die hier heranwachsen und sich erst später, wenn sie groß genug sind, ins offene Meer hinaus wagen.
Aber dieses Paradies ist stark bedroht - sein ärgster Feind, wie so oft, ist Homo sapiens. Vermutete Bodenschätze führen zur Abholzung. Raubbau wird auch von den dort lebenden Menschen betrieben, die das Holz als Baumaterial und Brennholz benötigen oder Raum schaffen müssen für neue Ansiedlungen. Nicht zuletzt die riesigen Zuchtstationen für Garnelen, die den Küsten vorgelagert entstehen, führen zu nachhaltiger Zerstörung, zumal diese nach max. 10 Jahren wegen zurück gehender Erträge aufgegeben werden müssen. Eine Wiederaufforstung, wie sie vielerorts zum Küstenschutz vor Erosionen und Überschwemmungen durchgeführt wird, ist hier aufgrund der Verseuchung mit Chemikalien größtenteils nicht mehr möglich.Trockenen Fußes durch die Mangroven zum Jetty Mangrove | Pulau Pef - ©Ute Niemann

Aber man kommt auch trockenen Fußes durch die Mangrovensümpfe, wenn man - wie hier auf Pulau Pef bei den Raja4Divers in Raja Ampat - einen festen Steg baut. Dieser hier führt zu der geschützten Lagune. In dieser ganz eigenen Unterwasserwelt ist das Tauchen ein tolles Erlebnis!

 

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