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Echinodermata - aqua-liber

Echinodermata | Stachelhäuter

Gewebetiere | Eumetazoa

..... Bilateralsymmetrische Tiere | Bilateralia

.......... Überstamm: Neumünder | Deuterostomia

............... Stamm:  Stachelhäuter - Echinodermata

 Der Stamm der Echinodermata, also der Stachelhäuter, teilt sich weiter auf in 3 Unterstämme:

Asterozoa:  Klasse Asteroidea | Seesterne - Klasse Ophiuroidea | Schlangensterne
Crinozoa:    Einzige Klasse Crinoidea | Seelilien und Haarsterne - weitere sind bereits ausgestorben
Echinozoa:  Klasse Echinoidea | Seeigel - Klasse Holothuroidea | Seegurken und Seewalzen

Alle Stachelhäuter leben ausschließlich im Salzwasser, wo sie die verschiedenen Regionen bis zur Tiefsee bevölkern. Sie bewohnen fast ausschließlich den Meeresboden oder festen Untergrund, über den sie sich langsam auf der Suche nach Nahrung bewegen. Seelilien und Haarsterne sind fest ansässig, auch wenn sie sich im adulten Stadium zeitweilig lösen können und dann frei beweglich ihren Standort wechseln.

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Die namensgebenden Stacheln finden sich bei fast allen Vertretern dieses Stammes - mehr oder weniger ausgeprägt. Sie sind aus dem Skelett hervorgegangen, werden von Muskeln bewegt, durch Bindegewebe zusammen gehalten und haben vielfältige Funktionen. Zum einen dienen sie der Abwehr und Verteidigung, können Gifte aber auch Sinnesorgane enthalten, zu anderen bewegen sich die Tiere mit ihnen fort oder heften sich durch die an den Stacheln ausgebildeten Saugfüßchen am Meeresboden fest oder sie können sich damit sogar eingraben.

Und die meisten Seesterne und alle Seeigel besitzen zwischen den Stacheln zangen- bzw. pinzettenähnlich aussehende Greifwerkzeuge, die man allgemein als Pedizellarien bezeichnet, die die Tiere als bemerkenswerte Putzorgane benutzen können, um sich selbst von Parasiten oder Detritus (Zellmüll) zu befreien. Diese Pedizellarien reagieren vielfach auch auf Berührungsreize von Eindringlingen und können, ausgelöst durch chemische Reaktionen, ein wirkungsvolles Gift injizieren - sie dienen also ebenso der Verteidigung.

Seesterne | Asteroidea

Seesterne | Asteroidea

Seesterne
Sea Stars
Klasse: Asteroidea

Seesterne gehören zum Stamm der Stachelhäuter (Echinodermata) und bilden als Asteroidea eine eigene Klasse (Unterstamm Asterozoa). Ihr Name leitet sich von ihrem symmetrisch-sternförmigen Aussehen ab (griechisch astron - Stern). Wir begegnen den Seesternen in allen Meeren (auch in der Tiefsee und dem Eismeer), aber sie bewohnen auch küstennahe Regionen wie Ästuare, Seegraswiesen und Mangrovensümpfe.

Ihre Oberseite ist oft dornig/stachelig (daher Stachelhäuter) und in tropischen Regionen sehr bunt, die Unterseite ist stets hell oder weiß. Sie haben in der Regel fünf, mehr oder wenig lang ausgeprägte Arme, aber auch bei den kompakten Arten ist der fünffach-symmetrische Aufbau oftmals noch deutlich zu sehen – und auch hier zeigt sich eine enorme Vielfalt.

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Die meisten Seesterne sind Allesfresser - nur wenige sind Nahrungsspezialisten - sie ernähren sich überwiegend von Wirbellosen, aber sie sind auch Fisch- und Aasfresser und verschmähen selbst pflanzliche Nahrung oder Detritus nicht. Durch die Mundöffnung auf der Unterseite können sie ihren Magen ausstülpen und damit die Nahrung aufnehmen. Zur Fortbewegung nutzen sie die typischen Füßchen, die in Reihen oder Rinnen (Ambulakralrinnen) angeordnet sind, dabei wird ein Arm vorgestreckt, der dann die restlichen bzw. den Körper nachzieht. Sie sind sowohl tag- als auch nachtaktiv.

Seesterne vermehren sich überwiegend getrennt geschlechtlich - Eier und Spermien werden direkt ins Freiwasser abgegeben, aber es gibt wohl auch lebendgebärende Arten (?). Ebenso ist die ungeschlechtliche Vermehrung zu beobachten, so kann sich aus abgetrennten Armen ein neuer Seestern entwickeln indem die fehlenden Arme, wenn auch in unterschiedlicher Länge, nachwachsen.

Ein äußerst räuberischer Vertreter ist die Dornenkrone (Acanthaster planci), dieser Seestern wird bis zu 35 cm im Durchmesser groß. Die Anzahl der Arme variiert stark (bis zu 20), sie sind mit Stacheln besetzt, die einen giftigen Schleim absondern. Die Berührung kann auch für uns äußerst schmerzhaft sein und ein Stich kann zu extrem schlecht heilenden Wunden und lang anhaltenden Beschwerden führen. Und sie sind eine große Gefahr für das Korallenriff - abgeweidete Korallen sterben ab und zurück bleiben öde Flächen, insbesondere wenn Dornenkronen in Massen auftreten. Ihre wenigen natürlichen Feine sind die Tritonshörner (Charonia tritonis), deren Vorkommen sich durch Umwelteinflüsse, Sammelleidenschaft und Raubbau immer mehr reduziert hat. Damit werden sie in einigen Habitaten zu einer echten Gefahr für den Fortbestand der Riffe!

Seesterne | Asteroidea

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